Die Startseite existiert bereits in beiden Sprachen und ist gut. Was fehlt, ist alles um sie herum: die Unterseiten, auf denen Suche und Antwortmaschinen überhaupt erst landen können, und der Mensch, der das Ganze baut. Diese Seite legt beides fest — Architektur, Reihenfolge, Umfang der Gründerinnenpräsenz und die Begründung dafür.
Dieses Konzept ist gebaut. Im Branch feat/website-subpages von emealia-web liegen
die überarbeitete Startseite und fünfzehn neue Seiten als statisches HTML, ohne Framework und ohne Build-Schritt:
geschichte, ohne-zaehlen, raster, schaetzung,
daten, fakten, impressum, alltag mit fünf Fällen und
vergleich mit zwei Gegenüberstellungen. Alles auf Deutsch; Englisch steht aus.
Was noch fehlt, ist in den Seiten selbst als sichtbarer Platzhalter markiert — Porträt, Impressumsangaben,
Verarbeiterliste, Kanal-Links, Druckfassung des Rasters, Preisprüfung auf den Vergleichsseiten.
Unverändert offen bleiben die beiden Startblocker unten: Sichtbarkeit umschalten und Impressum füllen. Zusätzlich aufgefallen: die Seite lädt die Schriften weiterhin vom Google-Fonts-CDN, was der Projektstandard für den Produktivbetrieb ausschließt.
Ergänzung vom 12. September 2026, aus Market reality und Full analysis. Das Konzept unten bleibt weitgehend gültig — es war der Analyse in vielem voraus. Fünf Punkte ändern oder schärfen sich.
Die Analyse rät ab, sich über „besser als X“ zu positionieren — gegen deutlich größere Anbieter geht das oft nach hinten los und schenkt ihnen Aufmerksamkeit. Konsequenz: Die Kern-Botschaft steht überall selbst (eigene, beweisbare Werte), nie komparativ. Die geplanten /vergleich/…-Seiten sind damit eine bewusste Ausnahme nur für die Suchabsicht („yazio alternative“) — wenn überhaupt, dann strikt faktisch, nicht wertend, kein Rot, und ohne dass die Positionierung selbst auf dem Vergleich ruht. Offene Entscheidung: behalten (reiner SEO-Einstieg) oder streichen — im Zweifel streichen, weil der Selbstvergleich das schwächste Asset und das größte Rückschlag-Risiko ist.
Der stärkste, wettbewerbsfreie Aufhänger sind die vier belegten Abbruchgründe (Perfektionsdruck, Logging-Ermüdung, Zahlen ohne Bedeutung, chaotischer Alltag) — jede /alltag/…- und die /ohne-zaehlen-Seite bedient idealerweise genau einen davon. Dazu absolute, selbst nachprüfbare Aussagen statt Prozentversprechen: „ein Satz, der ganze Tag“ mit gemessener Sekundenzahl; „Zahlen aus offiziellen deutschen Daten, sichtbar als Schätzung markiert, wenn geschätzt“. Das schärft die bestehende Ton-Regel „kein Zahlenurteil“ zum Prinzip.
Neue Hypothese: Da emealia eine kuratierte offizielle Datenbank hat, könnte die reine Nutzung (manuelle DB-Suche + Barcode, mit Bändern / kein Urteil / DE-Daten / Datenschutz) dauerhaft kostenlos sein, die KI (Freitext, Schätzung, Vorschläge) per Abo/Credits. Falls verfolgt, ändert das die Preis-Story: von „ein Preis, alles drin, dauerhaft“ zu „kostenlos nutzbar, KI wenn du willst“ — und macht „kostenlos“ zu einem echten Lande-/Such-Argument (bisher bewusst gemieden), stark gerade in DE. Wichtig: den Differenzierer (schnelles KI-Log) nicht komplett wegsperren, sonst versteckt die Gratis-Stufe genau das Besondere und trifft die „nicht in der DB“-Wand — besser Gratis-Credits zum Probieren. Vor einem Umschwenken der Seite zu entscheiden (siehe Full analysis, „Second strand“).
Die Privacy-Zahlungsprämie ist belegt (Deutsche bewerten Privatsphäre am höchsten von sechs Ländern). Die /daten-Seite und der Datenschutz-Pfeiler sind damit nicht nur Pflichtthema, sondern ein Kaufargument — prominenter, im DE-Markt eigener Einstieg.
„Für alle“ verwässert die Botschaft und wird nicht gefunden. Tragfähig ist derselbe Gedanke als Wert: „passt sich deinem echten, chaotischen Alltag an, statt ihn dir vorzuschreiben“ — zugleich Abbruchgrund #4 und ein selbststehender Claim. Breite bleibt Produkt-Fähigkeit im Hintergrund, nicht die Schlagzeile.
Gründerinnen-Auftritt und -Begründung, Architektur (One-Pager + zitierfähige Unterseiten), Ton/Gestaltung (kein Rot, keine Prozentversprechen, Belege sichtbar), Bau-Reihenfolge und die beiden Startblocker (Sichtbarkeit umschalten, Impressum) bleiben wie unten beschrieben.
Die Startseite unter public/index.html (DE) und public/en/index.html ist deutlich weiter als das ursprüngliche Konzeptdokument. Sie führt bereits mit dem Rahmen statt mit Leichtigkeit, sie nennt die Kredit-Testphase korrekt, sie zeigt das Ganztags-Logging als Kernszene, sie enthält das Schuld-Design-Raster als Tabelle, und sie belegt die Bereichslogik mit drei zitierten Arbeiten. Der medizinische Hinweis steht in der Fußzeile. Das ist eine sehr gute Grundlage und wird von diesem Konzept nicht angetastet.
Drei Dinge fehlen, und sie hängen zusammen:
Auf beiden Sprachfassungen kommen die Wörter „Gründerin", „Informatikerin" oder ein Name kein einziges Mal vor. Die gesamte Akquise ist gründerinnengeführt — jemand sieht ein Video von einer Person, klickt, und landet auf einer Seite ohne Person. Genau an der Stelle, an der Vertrauen übergeben werden müsste, bricht es ab.
Es gibt genau eine Seite. Jede der acht Suchabsichten aus Discovery müsste auf derselben Startseite landen — was für Suchmaschinen schwach und für Antwortmaschinen unbrauchbar ist: Die zitieren Absätze, die eine Frage beantworten, keine Seiten, die alles beantworten.
Die robots.txt sperrt die gesamte Domain, und jede Seite trägt zusätzlich noindex, nofollow, noarchive. Für die passwortgeschützte Vorschau ist das richtig — aber es heißt: der gesamte Kanalplan aus Discovery ist bis zu einer einzigen Umschaltung wirkungslos.
1 · Sichtbarkeit umschalten. robots.txt auf Allow und die noindex-Zeilen aus allen öffentlichen Seiten entfernen — die Doku unter /documentation/ und der Prototyp bleiben gesperrt. Das ist ein Zweizeiler, aber solange er offen ist, kann keine der Maßnahmen aus Discovery irgendetwas bewirken. Auf die Umschaltung gehört eine Checkliste, weil sie leicht vergessen wird und lautlos alles blockiert.
2 · Impressum. In der Fußzeile fehlt der Impressumslink. Für den deutschen Markt ist das nach § 5 DDG Pflicht und steht in Business bereits als offene Gründerinnenaufgabe. Es hat außerdem einen Nebeneffekt, der zum nächsten Kapitel gehört: Ein Impressum nennt ohnehin einen Namen. Die Frage ist also nicht ob die Gründerin auf der Seite auftaucht, sondern nur, ob im Kleingedruckten oder dort, wo es hilft.
Die Frage war, wie prominent dieser Bereich sein soll. Die Antwort dieses Konzepts: nicht in der Hero-Sektion, aber nicht klein, und mit einer eigenen Seite. Drei Auftritte mit unterschiedlichem Gewicht. Die Begründung ist wichtiger als die Entscheidung, weil sie festlegt, was dort steht.
| Grund | Beleglage |
|---|---|
| Die Akquise ist die Person. Ohne App-Store kommt niemand über eine Store-Suche. Wer kommt, kommt über ein Video, einen Foren-Beitrag oder eine Empfehlung — in allen drei Fällen über einen Menschen. Eine anonyme Landeseite verliert genau die Währung, mit der der Besuch bezahlt wurde. | Discovery, Ausgangslage |
| Das Kernversprechen ist eine Absichtserklärung. „Diese App wird dir kein schlechtes Gewissen machen" und „deine Daten werden nie verkauft" sind keine Funktionen, die man vorführen kann — es sind Aussagen über Absichten. Absichten sind von einer Person glaubwürdig und von einem Logo nicht. | Produktthese, Product |
| Im Feld fehlt genau diese Figur. Die Analyse der Ernährungs-Öffentlichkeit ergab: die großen Marken sind Logos, die großen Creator sind Unterhaltung, die geprüften Stimmen sind Institutionen. Eine erkennbare Person mit eigener Geschichte, die nicht verkauft, sondern erzählt, besetzt niemand. | Content §V |
| Gründergeführtes Vertrauen funktioniert in dieser Kategorie nachweislich — das prominenteste Beispiel ist ein wissenschaftsgetriebenes Ernährungsprodukt, dessen Marke vollständig von einer Person getragen wird. | Content §V |
| Im deutschen Markt ist es ein Kaufargument. „DSGVO, EU-Server, kein Datenverkauf" wirkt messbar anders, wenn eine namentlich genannte Person mit Impressum dahintersteht als wenn es eine Marke behauptet. | Business, DE-Argumentation |
Zwei Einwände, beide ernst zu nehmen. Erstens: Ein erheblicher Teil der Besucher kommt nicht aus dem Video, sondern aus der Suche — mit einem Problem und ohne Neugier auf die Autorin. Für sie muss der erste Bildschirm das Problem auflösen, nicht eine Person vorstellen. Zweitens: Ein Gesicht ganz oben verschiebt die Lesart von „evidenzbasiertes Werkzeug" zu „Personenmarke". Das ist genau die Verwechslung, die content-strategie-v3 §1 mühsam getrennt hat — die Gründerin spricht über ihre Erfahrung, die App spricht über Nährstoffe. Die Website ist die App-Seite; die Person ist der Grund, nicht das Angebot.
Auf der Startseite: direkt nach dem Qualifizierungsblock „Für wen", vor Daten und Preis.
Der Qualifizierungsblock ist die Stelle, an der die Seite etwas Ungewöhnliches tut: Sie sagt einem Teil der Besucher, dass das Produkt nichts für sie ist. Wer das liest, denkt zum ersten Mal „das ist ehrlicher als üblich" — und genau in diesem Moment ist die naheliegende nächste Frage wer ist da so ehrlich?. Direkt danach folgen die beiden schwersten Bitten der ganzen Seite: Vertrau mir mit deinen Ernährungsdaten, und zahl dafür. Beide werden von einem Menschen leichter getragen als von einer Marke.
| Ort | Umfang | Inhalt |
|---|---|---|
| Startseite nach „Für wen" |
Ein Block. Ein Porträt, drei kurze Absätze, ein Link. Keine eigene Sektion mit großer Überschrift — ruhiger als der Rest der Seite, nicht lauter. | Der Frischkäse-Moment als konkretes Bild, der Satz „Ich baue den Food-Tracker, den ich selbst vor ein paar Jahren gebraucht hätte", die Klarstellung „Ich bin Informatikerin, keine Ernährungsberaterin", und der Link zur langen Fassung. |
Eigene Seite/geschichte · /en/story |
Die lange Fassung, rund 1.000–1.400 Wörter. Eigenständig lesbar, ohne Verkaufsabsicht bis zum Schluss. | Siehe die Gliederung unten. Diese Seite ist gleichzeitig: Ziel für Video-Follower, Antwort auf die Haltungs-Suchen, Pressetext und die am besten zitierbare Erklärung, warum emealia so gebaut ist. |
| Fußzeile überall |
Eine Zeile. | „Gebaut von [Name] in [Ort]" neben Impressum und Datenschutz. Kostet nichts, wirkt auf jeder Seite, und passt zum Impressum, das ohnehin kommen muss. |
Die entscheidende Konstruktion: Diese Seite ist keine Biografie, sondern die Herkunft jeder einzelnen Produktentscheidung. Damit wird sie auf einer Produktseite nicht zur Eitelkeit, sondern zum stärksten Beweisstück — sie zeigt, dass die sechs Nichtverhandelbaren nicht Marketing sind, sondern Narben.
| Abschnitt | Was hineingehört |
|---|---|
| 1 · Der Moment | Der Frischkäse. Kein Vorspann, kein „Hallo, ich bin" — der konkreteste Satz zuerst: das Ausrechnen, wie viel noch aufs Brot darf, damit die Zahl stimmt. Das ist das Bild, das hängen bleibt, und es ist wahr. |
| 2 · Wie es dahin kam | Kurz und ohne Medizin: wenig über Ernährung nachgedacht, eine gut gemeinte, schlecht informierte vegane Phase, das Kochenlernen erst in den Dreißigern — bissfest statt matschig, Gewürze überhaupt zum ersten Mal. Sympathisch, nahbar, ohne jede Expertenpose. |
| 3 · Was mich an den Apps gestört hat | Die Zahl als Käfig; das Abendessen, das sich der offenen Zahl unterordnet; die Fitness-Uhr, die Essen zum Verdienten macht; das rote Ende des Tages; abends zu müde, um sich durch eine Datenbank zu tippen, und irgendwann immer dasselbe essen, um sich das Suchen zu sparen. Alles als Erfahrung, nichts als Vorwurf an eine benannte App. |
| 4 · Das Experiment | Monatelang die eigene Ernährung mit einer KI im Chat verfolgt — mit klaren Hypothesen und einem ehrlichen Ergebnis: Es funktionierte für die Einschätzung und scheiterte an allem, was eine App ausmacht (Datum, Erinnerung, Verlässlichkeit, Datenschutz). Genau dieses Scheitern ist die Geburtsstunde des Produkts. |
| 5 · Warum ich es selbst baue | Informatikerin, zweifache Mutter, seit Jahren der Plan und nie die Zeit — bis KI den Bau eines solchen Produkts für eine Einzelperson möglich gemacht hat. Das ist ehrlich, aktuell und beantwortet nebenbei die naheliegende Frage, wie eine Person so etwas stemmt. |
| 6 · Was daraus im Produkt wurde | Der Kern der Seite. Eine zweispaltige Liste: links, was passiert ist — rechts, was emealia deshalb nicht tut. Siehe unten. |
| 7 · Was ich nicht bin | Keine Ernährungsberaterin, keine Ärztin. Die App leitet ihre Hinweise aus offiziellen Ernährungsquellen ab — nicht aus einer Meinung. Kein Abnehmversprechen, keine medizinische Beratung. Dieser Absatz macht die Seite glaubwürdiger, nicht schwächer, und er deckt zugleich die Positionierung als allgemeines Wohlbefindensprodukt ab. |
| 8 · Woran ich gerade baue | Ein kurzer, ehrlicher Stand — was fertig ist, was noch nicht, wo man den Bau mitverfolgen kann. Verbindet die Seite mit dem Kanal und macht aus einem Besuch eine Beziehung, auch wenn heute niemand zahlt. |
Dieselbe Tabelle steht auf der Geschichtsseite, in warmem Du und ohne Fachwörter. Hier in der internen Fassung, damit sichtbar wird, dass jede Zeile eine gebaute Funktion trifft.
| Was passiert ist | Was emealia deshalb tut — oder lässt |
|---|---|
| Die Kalorienzahl wurde zum einzigen Ziel; das Abendessen richtete sich nach ihr. | Auf der Startseite steht keine Zahl. Bänder statt Werte. Zahlen gibt es eine Ebene tiefer — und wer sie gar nicht sehen will, schaltet sie ab. |
| Rot am Ende des Tages fühlte sich an wie ein Urteil. | Kein Rot, nirgends. Farben stehen für den Nährstoff, nie für den Status. Es gibt keinen Zustand, der wie ein Fehler aussieht — auch kein „drüber". |
| Sport brachte ein Guthaben, das man aufessen durfte. | Aktivität verschiebt den Energiebereich minimal und unsichtbar. Nie ein Konto, nie „verdient". |
| Der heutige Tag war immer das Zeugnis. | Der Blick auf die letzten sieben Tage ist gleichwertig eingebaut. Eine Pizza fällt über eine Woche kaum ins Gewicht — und genau so wird sie gezeigt. |
| Abends zu müde für die Datenbanksuche; am Ende immer dasselbe gegessen. | Ein Satz reicht, und der ganze Tag geht in einer Eingabe. Kein Wiegen, keine Suche, keine Gramm. |
| Die exakte Zahl stimmte ohnehin nie. | Ehrliche Bereiche statt Punktwerten, sichtbare Sicherheitsangabe, und die Annahmen der Schätzung stehen offen da. |
| Ballaststoffe und Eisen waren Beiwerk, obwohl sie das Eigentliche gewesen wären. | 32 Nährstoffe als Bänder; bis zu zehn davon frei auf die Startseite wählbar. Wer keine Energie sehen will, muss nicht. |
| Apps wollten alles wissen, bevor sie irgendetwas zeigten. | Drei Fragen im Onboarding. Alles andere ist optional und verbessert nur die Genauigkeit. Wer nicht auf die Waage will, beschreibt den eigenen Körperbau statt ihn zu messen. |
| Sehr persönliche Daten landeten bei US-Anbietern. | EU-Datenhaltung, ein einziger Verarbeiter, kein Datenverkauf, keine Werbung. Export und Löschung sind gebaut, nicht versprochen. |
| Kostenlos angefangen, Funktionen später hinter der Paywall. | Ein Preis, alles drin, dauerhaft. Nichts aus der Basis wandert je hinter eine Paywall. Die Testphase sind Gratis-Schätzungen, keine ablaufende Uhr. |
Aus content-strategie-v3 §10, hier gleichermaßen gültig — die Website ist öffentlicher und dauerhafter als jedes Video, die Regeln gelten also strenger:
Keine Diagnosen und keine Medizin. Schilddrüse, Geburtsverlauf, konkrete Mängel bleiben draußen. „Nach einer anstrengenden Zeit wollte ich besser auf mich achten" trägt dieselbe Nähe ohne jedes Risiko — und hält die Seite außerhalb des Heilmittelwerberechts und der Medizinprodukte-Frage.
Keine Expertenpose. Nie „man sollte", immer „bei mir war". Ernährungswissen ist Sache der App, abgeleitet aus offiziellen Quellen.
Familie bleibt draußen. „Zweifache Mutter" als Identitätsmerkmal ja, Kinder und Partner nein — kein Bild, kein Name, keine Geschichte.
Wettbewerber faktisch oder gar nicht. Die Erfahrung darf „eine Kalorienzähl-App" heißen. Wo ein Name fällt, muss ein datierter, nachprüfbarer Beleg dabeistehen.
Meinungen als Meinung markieren. „Meine Vermutung, warum das so gebaut ist" statt einer Behauptung über fremde Absichten.
Ein One-Pager plus Unterseiten, mit einer klaren Arbeitsteilung: Die Startseite überzeugt, die Unterseiten werden gefunden. Wer über eine Empfehlung oder ein Video kommt, landet auf der Startseite und liest den ganzen Bogen. Wer über Suche oder eine Antwortmaschine kommt, landet auf der Unterseite, die genau seine Frage beantwortet, und wird erst danach eingeladen. Jede Unterseite hat deshalb genau eine Aufgabe und beantwortet ihre Frage in den ersten zwei Sätzen — die Bedingung dafür, dass eine Antwortmaschine sie zitieren kann.
| Seite | Aufgabe | Suchabsicht | Priorität |
|---|---|---|---|
/ · /en/Startseite | Überzeugen und qualifizieren. Bleibt in Struktur und Ton wie gebaut; ergänzt um den Gründerinnenblock und die Verlinkung der Unterseiten. | Marken- und Empfehlungsverkehr | Vorhanden + ein Block |
/geschichte · /en/storyDie Geschichte | Vertrauen übergeben. Zielseite für alle Video-Follower, Presseanfragen und Haltungssuchen. | „intuitiv essen app", „ernährung ohne diät", Markenverkehr aus Social | Zuerst |
/ohne-zaehlen · /en/stop-countingAufhören zu zählen | Die wertvollste Suchabsicht bedienen: Menschen, die bereits leiden. Beantwortet zuerst die Frage, bietet erst am Schluss etwas an. | „kalorien zählen aufhören", „quit calorie counting" | Zuerst |
/raster · /en/rubricSchuld-Design-Raster | Den leeren Platz der neutralen Instanz besetzen. Zehn selbst nachprüfbare Kriterien, datiert, quartalsweise aktualisiert. Das Asset, das man Fachleuten in die Hand gibt. | „beste ernährungs-app", „app test" — indirekt, über Zitate | Zuerst |
/daten · /en/privacy-plainDatenschutz im Klartext | Nicht die Rechtstexte, sondern die verständliche Fassung: welche Daten, welcher Verarbeiter, welches Land, wie löschen. Im DE-Markt ein eigener Einstieg. | „dsgvo ernährungs-app", „app daten eu server" | Früh |
/schaetzung · /en/estimatesWie genau ist das? | Die häufigste Einwandfrage vollständig beantworten — inklusive der Grenzen. Der ehrlichste Text auf der Seite und deshalb der zitierfähigste. | „wie genau ist ki kalorienschätzung", Einwandbehandlung | Früh |
/alltag/…Alltagsfälle | Vier bis sechs kurze Seiten: Restaurant, geteilte Portion, Kantine, unbekannte Küchen, Bäckerei. Je eine Frage, je eine Antwort, je ein Beweis für den Produktvorteil. | der gesamte Alltagsfall-Raum aus Discovery | Danach |
/vergleich/yazio · /vergleich/myfitnesspal | Faktische Gegenüberstellung mit datierten Belegen und zitierten Tarif-Tabellen. Nie wertend über Nutzer. | „yazio alternative", „mfp alternative" | Danach |
/fakten · /en/facts | Eine knappe, strukturierte Faktenseite: Was es ist, was es nicht ist, Preis, Märkte, Datenhaltung, Funktionsumfang, ausdrückliche Grenzen. Für Menschen brauchbar, für Maschinen ideal. | Antwortmaschinen | Früh |
| Impressum · Datenschutz · AGB · Medizinischer Hinweis | Pflichtseiten. Impressum ist für den DE-Markt Startvoraussetzung. | — | Startblocker |
Kein Blog. Ein Blog erzeugt Pflege-Aufwand ohne Suchvorteil, solange es weniger als zwanzig Seiten gibt. Die Alltagsfall-Seiten leisten dasselbe, sind aber dauerhaft gültig statt datiert.
Keine zweite Demo. Der bestehende Prototyp und der Vorab-Demo-Flow im Produkt reichen; die Seite öffnet nur die Tür.
Keine Newsletter-Anmeldung vor dem Go-Live. Sie erzeugt eine Einwilligungspflicht und eine Erwartung, die derzeit niemand bedienen kann.
Keine Bewertungen und keine Testimonials. Aus der Alpha-Phase gibt es keine, die man zitieren dürfte, und erfundene wären genau das Gegenteil dessen, wofür die Seite steht.
Die Vorgabe aus dem ursprünglichen Konzept bleibt und wird um eine Nuance ergänzt: Die Website darf frischer klingen als diese Doku, aber sie darf nie lauter klingen als das Produkt. Konkret heißt das:
| Regel | Was sie ausschließt |
|---|---|
| Warm, aber nicht munter. Deutsches Du, ganze Sätze, keine App-Sprache. | Keine Ausrufezeichen, kein „Jetzt durchstarten", keine Emojis in Überschriften. |
| Kein Zahlenurteil, nirgends — auch nicht in der Werbung für ein Produkt, das Zahlenurteile ablehnt. | Keine „97 % Genauigkeit", keine Prozentversprechen, kein Vorher-Nachher. |
| Belege gehören sichtbar an die Aussage, mit Autor, Jahr und Einschränkung. | Keine Studienbehauptung ohne Fundstelle. Nach der Prüfung in Video gilt das doppelt. |
| Kein Rot, keine Warnfarben, keine roten Kreuze in Vergleichstabellen. | Auch die Vergleichsseiten dürfen den Wettbewerb nicht rot einfärben — das wäre genau die Bildsprache, die das Produkt ablehnt. |
| Newsreader kursiv nur für die Stimme des Produkts, wie in der App. | Nicht für Marketingsätze, nicht für Überschriften. |
| Produktbilder zeigen die Tagesansicht ohne sichtbare Zahlen. | Die Abwesenheit der Zahlen ist die Botschaft; ein Screenshot mit Werten widerlegt die Seite. |
| Ein einziges Porträt, ruhig, kein Studio, keine Küchen-Inszenierung. | Kein Stockfoto-Lifestyle, keine gestellte Schüssel Bowl, keine Laborkittel-Anmutung. |
| # | Schritt | Warum hier |
|---|---|---|
| 1 | Gerüst steht, Inhalt fehlt Impressum anlegen und verlinken, Sichtbarkeit umschaltbar machen (Checkliste, noch nicht scharf schalten). | Rechtlicher Startblocker und stille Voraussetzung für alles Weitere. |
| 2 | DE erledigt, EN offen Gründerinnenblock auf beide Startseiten, nach „Für wen". Ein Porträt, drei Absätze, ein Link. | Kleinster Eingriff mit der größten Wirkung — er schließt den Vertrauensbruch zwischen Video und Seite. |
| 3 | DE erledigt, EN offen /geschichte und /en/story schreiben, mit der Erfahrung-zu-Entscheidung-Tabelle als Kern. | Trägt Social, Presse und die Haltungssuchen zugleich. Danach existiert für jeden Video-Zuschauer ein Ziel. |
| 4 | erledigt /raster und /fakten veröffentlichen. | Die beiden Seiten, die Antwortmaschinen und Fachleute zitieren können — der Hebel aus Discovery. |
| 5 | erledigt /ohne-zaehlen, /daten, /schaetzung. | Die drei wertvollsten Einzelabsichten, alle mit geringer Konkurrenz. |
| 6 | Sichtbarkeit scharf schalten — robots.txt, noindex entfernen, Doku und Prototyp gesperrt lassen. | Erst wenn Substanz da ist. Ein erster Besuch der Crawler auf einer Einzelseite verschenkt den Eindruck. |
| 7 | erledigt, weitere Vergleiche offen Alltagsfälle und Vergleichsseiten, laufend ergänzt. | Breite kommt nach Tiefe. Jede Seite ist einzeln nützlich, keine ist dringend. |
deploy.py. Unterseiten als eigene Verzeichnisse mit index.html, damit die Adressen ohne Endung sauber bleiben.Der Name. Dieses Konzept setzt voraus, dass die Gründerin mit Namen und Gesicht auftritt — auf der Website dauerhaft und öffentlich, anders als in einem Video, das im Feed verschwindet. Das ist eine persönliche Entscheidung, keine strategische, und sie gehört ausdrücklich der Gründerin. Falls sie gegen ein Porträt ausfällt, trägt der Text allein einen großen Teil der Wirkung — der Frischkäse-Absatz funktioniert auch ohne Bild.
Der Umfang der Alpha-Erfahrung. Ob und wie die laufende Testphase auf der Seite erwähnt wird, ist offen. Dafür spricht Ehrlichkeit, dagegen die Erwartungssteuerung bei zahlenden Erstnutzern.
Die Wirkung ist unbewiesen. Dass ein Gründerinnenblock die Konversion hebt, ist aus der Feldanalyse plausibel und hier nicht gemessen. Er ist billig genug, um ihn zu bauen und zu beobachten — mit den Weiterklicks von der Geschichtsseite als Signal.